e.Go! Professional – Solarladegerät

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Je mehr “Gadgets” man beim Fliegen dabei hat – umso häufiger hat man das Problem mit der Stromversorgung: Digitalkamera, Mobitelefon, Hand-GPS, MP3-Player, DVB-T-Fernseher … die Liste der kleinen Entertainer und Helfer wird immer länger. Wenn ich weiter weg fliege, habe ich immer dabei:

  • Smartphone für Telefon, SMS, Internet und e-Mail
  • mindestens eine kleine Digitalkamera, z.B. Nikon P5100
  • ein portables GPS für’s Cockpit, das meinen Flugweg aufzeichnet

Allein diese kleine Basisausrüstung bedeutet, dass ich mehrere Akkus, Ladegeräte und Kabel einpacken muss. Im Cockpit des Flugzeugs habe ich zwar eine XLR-Steckdose für 12-Volt-Geräte, an dieser aber hängt schon als Dauermieter mein kleiner PCAS MRX-Kollisionwarner. Dann gibt es noch eine Dose für den Zigarettenanzünder, aber das ist eher eine wacklige Angelegenheit – abgesehen davon, dass viele der modernen kleinen Geräte mit 12 Volt nichts anfangen können. Da die meisten Minigeräte keine Batterien akzeptieren, bleibt nur, für jedes Gerät voll geladene Reserveakkus dabeizuhaben. Das ist umständlich weil man diese vor jedem Ausflug nachladen muss, und außerdem reicht ein zweiter Akku für manchen Stromfresser gar nicht aus – man bräuchte also gleich drei oder vier davon.

Die Basiseinheit des e.Go! Professional ist aufklappbar und hat zwei Solarmodule und ein Fach für maximal zwei Li-IOn-Akkus zur Speicherung des erzeugten Stroms.

Vor allem portable GPS-Geräte brauchen relativ viel Strom und sind mit Batterien nicht zu gebrauchen: Immer wenn man sich nach einem längeren Flug dem Ziel nähert, ist der Strom aus…jeder Pilot kennt diesen Effekt. Und wenn man gelandet ist und etwa neben dem Flugzeug sein Zelt aufbaut, dann will der Buschpilot des digitalen Zeitalters recht bald sein Mobiltelefon oder den Akku der Kamera neu aufladen.

Ein pfiffiges Solar-Ladegerät in verschiedenen Varianten und Leistungsstufen kommt von der Berliner Firma Solarc. Das leistungsfähigste der kleinen Geräte ist das e.Go! Professional genannte Typ, das zumindest für kleine akkubetriebene Geräte eine Energieversorgung “immer und überall” verspricht.

Für einen Test im Flugzeug habe ich mir das e.Go! Professional bei einem Händler (Bezugsquelle siehe unten) besorgt. Ich will damit vor allem mein portables Navigationssystem vom Typ ipaq travel companion mit Elektronensaft versorgen, auf dem ich zusätzlich zur Straßennavigation die Luftfahrtsoftware “SKY-MAP” betreibe. Dazu habe ich mir ein zweites Solarmodul besorgt und auch einen Adapter für mein Mobiltelefon. Außerdem hat solarc mir für den Test ein Li-Ion-Akku-Ladegerät zur Verfügung gestellt, das in der Lage sein soll, die meisten gängigen Akkus von Fotoapparaten und Videokameras mit Hilfe von verstellbaren Kontakten zu laden. Dieses kann man in Kombination mit dem Solarlader nutzen.

Alle drei Modelle der e.Go!-Serie (Fun, Master, Professional) haben folgende Features gemeinsam:

  • Wählbare Ausgangsleistung zwischen 1, 3 und 4 Watt
  • Spannung zwischen 4 und 14 Volt, abhängig vom Adapterkabel
  • LED-Anzeige für Betriebs- und Ladezustände
  • Intelligentes, mikroprozessorgesteuertes Ladeverfahren
  • Nutzung als reines Netzladegerät möglich, Spannung 100-240 V
  • Anschluss weiterer Solarmodule zur Erhöhung der Leistung möglich
  • Solarmodule vom Gehäuse mit den Akkus trennbar – können an günstiger Stelle platziert werden

Dazu gibt es jede Menge Zubehör:

  • Zusätzliche Solarmodule
  • Gummischutzhülle
  • Verschiedenste Adapterkabel und -stecker für eine Vielzahl von Geräten
  • Power-Netzadapter (8 Watt statt 4 Watt)
  • KFZ-Adapter
  • USB-Kabel zum Laden über den PC/Notebook
  • FireWire-Kabel zum Laden von FW-Geräten
  • Batterie-Adapter zum Laden von AAA-Batterien im Ladefach

Solarpower im Flugzeug

Was ich mir vorstelle ist, dass ich die beiden Solarpanels des e.Go! Professional an einer günstigen Stelle in meiner Maschine befestige, also etwa oben auf dem Panel oder aber hinter der Cockpitscheibe oberhalb der Sonnenblenden. Im optimalen Fall soll das e.Go! mein portables Navigationssystem im Flug so nachladen, dass sich der interne Akku des ipaq nicht entlädt – oder aber dessen Kapazität wenigstens so streckt, dass der Akku (der sonst nach maximal 1, 5 Stunden schlapp macht) auch für weite Flüge ausreicht. 5 Stunden Flug sind das Ziel, das sind auch die längsten Flüge, die ich in meiner Piper unternehme!

Funktioniert es?

Nachdem ich das e.Go! Professional auf ein paar Flügen dabei hatte, kann ich sagen, dass es tatsächlich funktioniert: Die beiden Solarmodule liefern ausreichend Strom, um mein kleines portables GPS des Typs HP travel companion ständig aufgeladen zu halten. Wichtig war dies vor allem in Phasen längerer Flüge, bei denen ich die 12-Volt-Steckdose des Flugzeugs für andere Geräte wie Kameras benötigte, oder um mein Mobiltelefon auzuladen.

Einmal angekommen, kann das e.Go! Professional seine Vorzüge auspeilen – vor allem natürlich in südlichen Gefilden mit intensiver Sonneneinstrahlung. Im August auf Kreta ist der kleine Solarlader eine tolle Hilfe, um seinen kleinen Helferlein am Leben zu erhalten, aber auch beim Camping auf Helgoland habe ich damit mein Mobiltelefon aufgeladen.

Optimal ist die Vielzahl erhältlicher Adapter für das Gerät. So kann praktisch jedes gängige Mobiltelefon mit dem e.Go! Professional geladen werden. Selbst für mein neues Apple iphone (und die Musikplayer ipod) gibt es den richtigen Stecker – wichtig, da vor allem da der Akku des iphone bei intensiver Nutzung relativ schnell leer ist. Da ich das iphone (etwa mit der Anwendung “Regenradar” oder anderen Wetterprogrammen) auch mal im Cockpit nutze, ist mir diese Möglichkeit wichtig. Mit dem Solarlader kann ich nicht nur das Smartphone selbst, sondern auch meinen externen Zweitakku für das iphone neu laden.

Bei den meisten Flügen geht diese Rechnung perfekt auf: Oben auf dem Panel liegend lädt das e.Go! den Zweitakku während ich das Gerät normal über die eingebaute Stromquelle nutze. Selbst wenn ich GPS und UMTS am iphone aktiviert habe, reicht die Kapazität des iphone-Akuus für mehrere Stunden aus. Und danach nutze ich eben den von der Sonne neu aufgeladenen Zweitakku!

Fazit: Ein sinnvolles Zubehör für den Piloten, das die Einsatzmöglichkeiten portabler Geräte flexibel erweitert.

Preise
e.Go! Professional: € 179, 90
Zweites Solarmodul zu Erweierung der Kapazität: € 71, 95
Y-Kabel für zweites Modul: € 7, 15
LiIon-Ladegerät für Kamerakkus etc. inkl. 12-V-Kabel: € 44, 90

Hersteller:

SOLARC
Gustav-Meyer-Allee 25
13355 Berlin
www.solarc.de
Tel. +49-30-46307-165
Fax +49-30-46307-167

Bezugsquelle:

energy solutions24.de
Hornbergstr. 211
70186 Stuttgart
www.energysolutions24.de
Tel. +49-711-4208098
Fax +49-7114208097

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About Author

1995-2002 Editor at fliegermagazin, 2004-2008 Editor in Chief of Airbus Magazine "Planet Aerospace". Since 2002 Book Author and free lance aviation journalist and photographer. Private Pilot with IFR rating. Other ratings: CRI, Aerobatic, MEP (expired).

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